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KKI, Bildung und Schule

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Medien & Gesellschaft

Die Schule der Logik - und des Verschwindens

Von Volker Wacker

Hören:

Abbildung 1 zum Beitrag "Die Schule der Logik - und des Verschwindens"

Hören:

https://open.spotify.com/track/6mHOcVtsHLMuesJkswc0GZ? si=k2WHCkiUQImM0AtR4rBgyQ

Lesen: https://www.songtexte.com/songtext/supertramp/the-logical-song-63d61ef3.html

Supertramps "Logical Song" von 1979 klingt heute wie ein Soundtrack zur KI-Revolution im Klassenzimmer.

Kindheit, Staunen - und die erste Schublade

"When I was young, it seemed that life was so wonderful" - so beginnt der Song. Kindheit als Fest der Neugier. Doch dann kommt die Schule: Statt Staunen gibt es Kategorien. Practical. Responsible. Intellectual.

Heute passiert das Gleiche, nur digital veredelt. KI-Programme sortieren Lernende in Profile, generieren passende Übungen, liefern Feedback. Alles klingt nach Fortschritt - bis man merkt: Auch hier droht der Verlust des Offenen, Spontanen, Eigenen.

KI als neue Pädagogik der Perfektion

Die Versprechungen sind groß: personalisiertes Lernen, effiziente Abläufe, sofortige Korrektur. Wer könnte da widersprechen?

Doch was passiert, wenn kein Kind mehr stolpert, wenn kein Aufsatz mehr misslingt, wenn jede Wissenslücke sofort gefüllt wird? Dann bleibt nur das, was Supertramp schon besungen haben: eine makellose, aber leere Bildung.

Das Ich zwischen Cloud und Algorithmus

Am Ende des Songs steht die Verzweiflung: "Please tell me who I am."

Genau das ist die Gefahr der KI-Schule: dass Schüler zwar alles wissen, aber nicht mehr wissen, wer sie sind.

Individuell gefördert - und doch normiert. Frei von Fehlern - und doch unfrei.

Supertramp als Propheten der Gegenwart

1979 war der Song eine Abrechnung mit einem System, das Kinder zu funktionalen Erwachsenen formte. 2025 klingt er wie eine Warnung vor der Schule der Maschine.

Die Frage bleibt dieselbe - nur die Antwort könnte bald aus der Cloud kommen.

Fazit: KI kann helfen, aber sie darf das Lernen nicht auf reibungslose Logik reduzieren. Denn Bildung heißt nicht, perfekt zu funktionieren - sondern das Eigene zu finden, trotz aller Fehler.