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KKI, Bildung und Schule

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Schulpraxis

Für LuL: Meine Schüler doch nicht!

Von Volker Wacker

ChatGPT und sonstige KI, damit muss ich mich als Lehrer nicht beschäftigen. Mein Unterricht steht, dafür brauche ich keine KI.

ChatGPT und sonstige KI, damit muss ich mich als Lehrer nicht beschäftigen. Mein Unterricht steht, dafür brauche ich keine KI. Und meine SuS benutzen das zu Hause nicht. Ich habe sie gefragt. Sie machen die Hausaufgaben wie schon immer und ohne ChatGPT und ohne DeepL, weil sie wissen, dass sie sonst Probleme bei Klassenarbeiten bekommen. Nun, das können Sie denken, aber welcher Schüler gibt schon zu, dass seine Leistung nicht seine eigene Leistung ist. Kein Schüler stellt sich bei einem Lehrer, der ihn bewertet, in ein vermeintlich schlechtes Licht. Externe Befragungen zeigen: 80% der deutschen SuS benutzen regelmäßig ChatGPT und Co. Wenn Sie immer noch häusliche erstellte Leistungen wie Referate, Aufsätze, Präsentationen oder Berufsorierungs-Berichte als KA-Ersatz benoten, dann sollte Ihnen klar sein, wie zu Hause gearbeitet wird. Und klar, es gibt natürlich auch Eltern, die ihren Kindern ein Abo für die Bestversion von ChatGPT bezahlen. Vielleicht sind Sie ja Lehrereltern und machen das selbst. Aber gut, Sie konnten ja ihre Kinder ja auch schon immer mit Lehrerlösungen versorgen.

Die Vogel-Strauß-Haltung gibt es allerdings auf jeder Ebene. Oder warum gibt es immer noch so genannte Seminarkurse, bei denen Schüler nun abschlussrelevante Noten erhalte für zu Hause erstellte schriftliche Arbeiten, die nun nicht mehr aus der Feder des akademisierten Vaters, sondern von ChatGPT und seinen humanisierenden und plagiatsversschleiernden Helfern stammt. Mehr denn je gilt für mich: Wenn schon Noten, dann nur für Leistungen unter meiner Aufsicht.