Medien & Gesellschaft

Hilfe! ChatGPT schaltet globale Speicherfunktion ab

Von Volker Wacker

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Das Abschalten der globalen Speicherfunktion von ChatGPT sorgt für Irritationen. Insbesondere im Bildungsbereich waren viele Arbeitsabläufe entstanden, die von dauerhaften Präferenzen, Regelwerken und Projektlogiken lebten.

Abbildung 1 zum Beitrag "Hilfe! ChatGPT schaltet globale Speicherfunktion ab"

Das Abschalten der globalen Speicherfunktion von ChatGPT sorgt für Irritationen. Insbesondere im Bildungsbereich waren viele Arbeitsabläufe entstanden, die von dauerhaften Präferenzen, Regelwerken und Projektlogiken lebten. Auf den ersten Blick scheint der Schnitt radikal zu sein. Tatsächlich sind die Konsequenzen aber nicht ganz so dramatisch. Denn tatsächlich ist nur eine Ebene weggefallen, das plattformweite Gedächtnis, das Nutzerdaten unabhängig vom Kontext vorhielt. Geblieben ist die Ebene, die für professionelle Arbeit ohnehin entscheidend war, nämlich der projektspezifische Kontext. Alles, was Nutzer dort hinterlegen, bleibe weiterhin stabil, solange der Projektchat gepflegt wird: Masterregeln, didaktische Rahmen, journalistische Templates, Analyseleitfäden oder komplexe Workflow-Strukturen und mehr.

Für die zukünftige Absicherung von Masterregeln gelten folgende Grundsätze: Erstens: Alle Regeln gehören in ein zentrales Dokument außerhalb von ChatGPT. Zweitens: Dieses Dokument wird in jedem Projektchat hochgeladen, der mit diesen Regeln operieren soll. Drittens: Änderungen werden ausschließlich in dieser Datei gepflegt und erneut hinterlegt. So bleibt das Wissen portabel, kontrollierbar und langfristig nutzbar, unabhängig von Plattformänderungen und auch nutzbar in anderen KI. Gerade im Bildungsbereich bleibt dies praktisch: Lehrkräfte können ihre didaktischen Rahmen, Operatoren, Korrekturlogiken, Analysefiches oder institutionellen Standards als eigenes, portables Ruleset organisieren. Es wird nicht im Modell gespeichert, sondern bewusst im Projektraum verankert. Das schafft Transparenz und verhindert ungewollte Persistenz personenbezogener Daten. Gleichzeitig kann jeder Projektraum optimal an die Aufgabe angepasst werden, von der Unterrichtsvorbereitung, über die Textproduktion bis hin zu den komplexesten Rechercheabläufen. Der Verlust des globalen Speichers ist somit kein Schritt zurück, sondern einer nach vorn. Denn die Zukunft der KI-Arbeit liegt in klar strukturierten, modularen Arbeitsräumen, in dem Nutzer selbst bestimmen, welche Regeln gelten sollen. Daher alle Regeln und Master von ChatGPT auslesen lassen, dazu auch die Erinnerungen kopieren und abschnittsweise diese Regeln von ChatGTP durch einen Prompt anzeigen lassen und dann in eine Word-Datei kopieren und diese ChaGPT bei neuen Recherchen und Aufgaben jeweils übergeben und bitten, Regeln aus dieser "Masterbibel" zu benutzen. Natürlich wäre es auch möglich, mehrer kleinere thematische "Bibeln" in Word zu hinterlegen und dann immer ChatGPT für einen Chatverlauf zu übergeben. Am besten schafft man thematische Chat-Verläufe an, denn einmal die Masterbibel hochgeladen, behält ChatGPT sie in einem Chat-Verlauf.

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