Bildungspolitik

Rheinland-Pfalz schwächt den Leistungsgedanken

Von Volker Wacker

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Unangekündigte Hausaufgabenüberprüfungen sind nun verboten. So will es das SPD geführte Bildungsministerium in Mainz. Offiziell, um Stress zu vermeiden. In Wahrheit: ein Schlag gegen Fleiß, Leistung, Ernsthaftigkeit.

Unangekündigte Hausaufgabenüberprüfungen sind nun verboten. So will es das SPD geführte Bildungsministerium in Mainz. Offiziell, um Stress zu vermeiden. In Wahrheit: ein Schlag gegen Fleiß, Leistung, Ernsthaftigkeit.

Hausaufgaben sind kein Wohlfühlprogramm. Sie zeigen, ob Schüler verstanden haben. Sie zwingen dazu, den Stoff parat zu haben. Sie verhindern, dass man sich bequem zurücklehnt. Wer diese Kontrolle streicht, vermittelt: Vorbereitung ist überflüssig.

Das ist fatal. Denn Hausaufgaben entstehen heute oft nicht mehr im Kopf, sondern bei der KI. Texte aus ChatGPT sehen sauber aus, sind jedoch nicht selbst gedacht. Eine spontane Überprüfung im Unterricht trennt Wissen von Copy & Paste.

Und was ist mit den Lehrern? Ihnen wird das Werkzeug genommen, Lücken aufzudecken. Ihnen wird mehr denn je vorgeschrieben, wie sie prüfen dürfen. Das ist ein Eingriff in die pädagogische Freiheit - unnötig und bevormundend.

Hessen macht es besser. Dort gilt ausdrücklich weiter: Authentische Leistungsnachweise sind wichtiger denn je. Richtig so. Denn eines bleibt: Im späteren Leben fragt niemand vorher, ob man vorbereitet ist.

Deutschland lebt von Leistung. Von Disziplin. Von der Fähigkeit, Stress auszuhalten. Wer das aus dem Schulalltag völlig streichen will, schwächt die Schüler - und am Ende das Land.

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