Schulpraxis

Für LuL: Hausaufgaben: Bewertung häuslicher Leistungen - andere Formen von HA

Von Volker Wacker

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Schüler können praktisch alle Hausaufgaben durch ein KI-Tool lösen lassen. Eine Bewertung häuslich erstellter "Produkte" ist damit noch problematischer als bisher schon geworden.

Schüler können praktisch alle Hausaufgaben durch ein KI-Tool lösen lassen. Eine Bewertung häuslich erstellter "Produkte" ist damit noch problematischer als bisher schon geworden. Die Bewertung kann sich eigentlich nur noch auf Leistungen erstrecken, die in der Schule unter Aufsicht der Lehrperson erbracht werden. Natürlich werden nicht alle SuS einfach ihr Smartphone über eine Aufgabe im Buch oder auf einem Arbeitsblatt halten und diese von einer KI lösen lassen, sondern weiter Hausaufgaben auch ohne KI selbst erstellen, weil sie ja wissen, dass sie ähnliche Aufgaben in Klassenarbeiten lösen müssen.

Sie können es nicht wirklich abschätzen, ob die Hausaufgabe selbst gemacht haben, ok, das wussten sie früher auch nicht. Mama, Papa oder einfach Abschreiben waren auch beliebte Lösungen. Jetzt geht es halt noch viel einfacher. Man muss überhaupt niemanden fragen, sondern einfach nur das Handy auf eine Aufgabe halten. Daher empfehle ich verstärkt alternative Formen von Hausaufgaben; also mündliche Hausaufgaben, die dann vor der Klasse vorgestellt werden oder eben eine komplette Änderung der Methode. Die Schüler ab einen bestimmten Alter bereiten sich zu Hause mit Material vor, mit Material, dass sie sich auch selbst zusammenstellen und kommen mit einem Vorwissen in die Stunde und dort wird dann das Vorwissen gesichert, vertieft und es werden gemeinsam Aufgaben gelöst. Das ist nichts anderes als Flipped Classroom. Allerdings ist diese Methode nicht in jedem Fach geeignet und nicht für jedes Alter der Schüler passend und es hängt auch von der Schwierigkeit des Stoffes ab. Ich denke , sie müssen sich auf jeden Fall die Hausaufgabenproblematik im Zeitalter bewusst machen und für sich eine passende Lösung finden. Einfach so tun, als ob Schüler diese Möglichkeit nicht nutzen, wäre schon ein pädagogischer Offenbarungseid. und Schüler zu befahren, ob sie ChatGPT nutzen oder nicht bei gar nichts. Sie werden hier keine ehrlichen Antworten bekommen, denn welcher Schüler gibt schon zu, dass seine Leistung nicht seine Leistung ist, wo er doch für seine Leistung benotet wird.

Umgekehrt ist es aber überhaupt kein Problem, den Schülern zuzugeben, dass man ChatGPT in sinnvoller Art und Weise für die Vorbereitung des eigenen Unterrichts nutzt. Warum denn auch nicht, den letztlich lese ich ja die Antworten durch und entscheide, was ich davon nehme und was nicht und dafür braucht es halt dann wieder Bildung und eine Ausbildung, also auch ein Studium.

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